Rückblick DM 2017 - Sonne, Regen und Podiumsplätze

Am 02.09. endeten mit der Abschlussfeier die Deutschen Meisterschaften 2017, welche in Bochum Langendreer stattfanden. Für den VfM zum Teil mit Freude, zum Teil aber auch mit enttäuschten Gesichtern. Waren die Trainingstage mit durchschnittlichen 27 Grad noch sehr angenehm, setzte pünktlich zum Turnierstart Regen ein, welcher zudem die Temperaturen auf 16-18 Grad drückte. Jegliches Training war nun mehr oder weniger für die Katz. Die Schläge änderten sich marginal. Aber jeder stellte sich die Frage, welcher Ball wohl z.B. an Bahn 4 zum Ass läuft? Manch einer war so motiviert dies herauszufinden, dass leider bereits vor der Einspielzeit eine Ermahnung erteilt werden musste. Der erste Spieltag startete mit dreistündiger Verspätung. Und selbst dann ging es nicht richtig vorwärts, Dank des immer wieder einsetzenden Regens. An dem Spieltag gab es fünf weitere Unterbrechungen, sodass mit Müh und Not um 19:35 Uhr zwei komplette Durchgänge geschafft wurden. Am zweiten Tag sah es besser aus. Man schaffte die drei geplanten Runden. Aber auch diese

nur mit sehr viel Energie aller beteiligten, denn vom Regen blieben die Akteure auch am zweiten Spieltag nicht verschont. Sehr schade für den ausrichtenden BGSC Bochum - gaben sich hier doch alle sehr viel Mühe. Was sagten eigentlich die Ergebnisse? Wer liegt wo?

 Die Seniorenmannschaften

 Für viele war vorab klar, dass der Titelverteidiger aus Bottrop und der MSC Wesel vom Niederrhein den Titel unter sich ausmachen würden. Wären da nicht die Minigolfer aus der Bayrischen Landeshauptstadt, die definitiv was dagegen hatten. Die Münchener spielten von der ersten Runde mit um die Medaillen. Es gab aber noch eine vierte Mannschaft, die überraschend gut mithalten konnte. Und zwar die Zweivertretung des VfM Bottrop. Nach fünf gespielten Durchgängen lag der BSV 86 München mit 420 Schlägen auf dem ersten Rang. Dicht gefolgt von Wesel (424), Bottrop I (425) und der Zweitvertretung der Tetraeder-Stadt (428). Bei den stetigen Führungswechseln im letzten Durchgang füllte sich der Spazierweg entlang der Anlage. Das ahnungslose Publikum, welches zufällig vorbei kam, blieb am Zaun stehen, schaute gespannt zu, was die Akteure spielerisch zu Meistern hatten. Nahezu jeder informierte sich bei den spielfreien Akteuren, welche sich auch am Zaun aufhielten, nach dem aktuellen Stand. Ein spannender Fight zwischen den ersten drei entfachte. Diesen konnte die Münchener Truppe am Ende mit drei Schlägen Vorsprung für sich entscheiden. Und wer wurde Vize-Meister?  Ein altes Sprichwort sagt: „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte (Vierte)!“ In diesem Fall war es die zweite Mannschaft des VfM in der Besetzung Elvira Hellmich, Uwe Hellmich, Andreas Lammers und Jörg Jansen, welche sich durch eine Top Schlussrunde die Silbermedaille sicherte. Die erste Mannschaft (Meyer, Weber, König, Jarosch) verwies das Team vom Niederrein auf den vierten Rang. Somit gelang ein Novum, denn noch nie standen aus einem Verein gleich zwei Teams auf dem Siegertreppchen.

 Die Damen

 Mit Laura Vielhauer, die einzige Dame des VfM, konnte sich bei den Landesmeisterschaften für die DM qualifizieren. Da es ihre erste DM-Teilnahme war, wollte sie lediglich den Cut (Top 7) schaffen, um nach der sechsten Runde noch weiterspielen zu dürfen.  Im Nachhinein gelang dies mit Bravur. Mit Runden von 33, 28,28 und 27 Schlägen spielte sie sogar sehr souverän um einen Platz auf dem Treppchen mit. In Runde 5 musste sie einen  kleinen Rückschlag (34 Schläge) in Kauf nehmen. Doch in Runde sechs lies die Münerländerin ihre ganze Routine aufblitzen. Zu diesem Zeitpunkt lagen nur vier Schläge zwischen Platz 1 und Platz 4. (Träger 173, Heinrich 176, Dippel 176, Vielhauer 177) Die letzte und alles entscheidende Runde. Vielhauer benötigte sehr gute 28 Schläge. Mit bisschen mehr Glück wäre mehr drin gewesen, denn an Bahn 4 lief der Ball über die Lochkannte. Und an Bahn 7 blieb der Ball liegen. Es siegte überraschend Anne Dippel vom Reinickendorfer MGC (202) vor Sabrina Heinrich (MGC Traben Trarbach, 204), die sich im Stechen um Platz zwei gegen Petra Träger (HMC Büttgen) durchsetzen konnte. Nur einen weiteren Schlag dahinter landete Vielhauer. „Bei den anderen ist der Ball an Bahn 7 öfter gefallen. Bei mir eben nicht“, sagte Laura leicht enttäuscht. Dennoch kann die Gronauerin sehr zufrieden sein. Lies sie doch die Bundesligaspielerin Claudia Weinzierl hinter sich.

 Die Herren

 Einer wohl der größten Hoffnungen auf eine Medaille war André Appelmann, der noch vier Wochen zuvor die Landesmeisterschaften auf der Anlage gewonnen hat. Aber irgendwie konnte Appelmann den Motor nicht so richtig ans Laufen bringen. Er spielte jederzeit im vorderen Feld mit. Lag sogar zwei Mal in Führung. Eine grundsolide Vorstellung des Gronauers. Allerdings sollte ihm an den drei Spieltagen keine Top-Runde gelingen. So landete er mit 192 Schlägen und einem Schnitt von 27,4 Schlägen pro Runde auf dem vierten Rang, da er das Stechen um Platz drei Danny Hense (SG Arheilgen) unterlag. Deutscher Meister nenne darf sich Tobias Montberg vom MSC Wesel (188 Schläge). Er spielte über die drei Tage auf einem sehr konstanten Niveau. Deutscher Vize-Meiser wurde Herbert Adam vom MGC Felderbachtal (191 Schläge).

 Senioren Weiblich (Katergorie I)

 Vor vier Wochen noch selber sehr überrascht über ihren Landesmeistertitel ging Elvira Hellmich sehr locker ins Rennen. „ Ich rechne mir hier nichts aus. Vielleicht mit der Mannschaft.“ Das Waren ihre Worte vor der ersten Runde. Nach Durchgang sechs war sie schon mal Vize Mannschafts-Meisterin. Und nicht nur das. Sie lag aussichtsreich im Rennen für einen Platz auf dem Treppchen. Nach sechs Runden lag sie souverän auf einem zweiten Rang. Zu dem Zeitpunkt hatte Hellmich zwar bereits neun Schläge Rückstand auf die frisch gebackene Europameisterin Ellen Galleinus vom MSC Herscheid.. Allerdings auch  beruhigende fünf Schläge Vorsprung auf Monika Vahle (MSK Neheim). Beflügelt von ihrem eigenen Spiel und der Vize-Meisterschaft mit der Mannschaft konnte die werdende Großmutter im letzten Durchgang wieder eine grüne Runde (unter 30 Schläge) für sich notieren, sodass Hellmich mit 234 Schlägen und einem Schnitt von 29,3 Schlägen pro Runde ihre zweite Silbermedaille an einem Tag einfahren konnte. Eine Top Leistung der Jung-Seniorin!

 Die Senioren Männlich (Kategorie I)

 Mit Klaus Jarosch, Jörg Jansen, Helmut König, Bernd Weber und Uwe Hellmich gingen gleich fünf Akteure an den Start. Fast alle Bottroper konnten den Cut (Nach Runde 6) schaffen. Lediglich Klaus Jarosch kam an den drei Tagen nur schwer ins Rollen, sodass lediglich mit Platz 15 und 178 Schlägen er unter dem Strich landete. Die anderen vier durften somit die siebte und die achte Runde in Angriff nehmen. Helmut König wurde 13. Auch er kam mit den Bedingungen nicht ganz so gut zurecht. Uwe Hellmich startete in den ersten Runden (30;31;30) sehr verhalten. Doch zeigte er, was in Bochum alles möglich ist. Mit Runden von 24,30,27,27 und nochmals 27 Schlägen landete er auf einen guten sechsten Rang. Einen Schlag weniger, und damit auf dem fünften Rang landete Sportwart Bernd Weber. Blieb noch einer – Jörg Jansen. Er kam, sah und schlürfte von Runde zu Runde. Er spielte am konstantesten von allen Bottropern Senioren. Nichts war vom einstigen Zucken (die Golfer nennen es Yips – man will geradeaus Schlagen – der Kopf will aber der Körper nicht) zu sehen. Mit sehr guten 221 Schlägen lag er nur drei Schläge hinter dem neuen Deutschen Meister Gerald Friesacher vom BSV 86 München. Lange geführt, aber am Ende auch ein wenig Pech gehabt hatte Frank Wege vom BGV Herten. Er darf sich dennoch mit 219 Schlägen Deutscher Vize Meister nennen.

 Die Senioren Männlich (Kategorie II)

 Mit Manfred Krusenbaum und Rolf Meyer waren gleich zwei Akteure am Start. Um es vorweg zu nehmen – Krusenbaum kam auf der Anlage gar nicht zurecht. Er landete mit 212 Schlägen nach sechs Runden auf Rang 23.  Rolf Meyer, hatte wohl von allen Bottropern die größte Bürde zu tragen. Als amtierender Deutscher Meister stand er besonders im Fokus vieler. Auch er konnte lange um den Sieg mitspielen. Vor der letzten Runde hat Meyer sogar mit drei Schlägen Vorsprung geführt. An den drei Tagen machten ihm aber die gespielten Fehler (Schlechter als zwei Schläge pro Bahn) zu schaffen. Zu viele dreier und vierer Passen standen auf dem Protokoll. Eher ungewöhnlich für Meyer, ist er doch ein Spieler, der sehr souverän und sicher agiert. Vielleicht war der Druck zu groß. Vielleicht fehlte aber auch die Anspannung. In der letzten Runde lag Meyer bis Bahn 15 weiter in Front. Doch sein direkter Gegner Andreas Frank, wieder einmal aus München, biss sich regelgerecht fest. An Bahn 15 und 16 - kurz vor dem Ziel – benötige Meyer insgesamt 6 Schläge. Der Münchener Frank für die beiden Bahnen nur insgesamt 4 Schläge. Somit ging Frank mit einem Schlag Vorsprung an die Bahn 17 – Ass für Frank – Zwei für Meyer. Somit hatte Frank zwei Schläge Vorsprung auf Meyer, welche er sicher durch das Ziel brachte. Dennoch kann Rolf Meyer zufrieden sein, darf er sich doch Deutscher Vize-Meister nennen. Jörg Reiner Kindt (MSV Bad Kreuznach) konnte durch einen starken Schlussspurt sich noch auf den dritten Rang nach vorne spielen.

 Fazit

 Die Münchener Festspiele sind zu Ende. Mit drei Mal Gold im Gepäck reisen die Münchener nach Hause. Der VfM kann mit 3x Silber, 2x Bronze, 2x Platz 4, 1x Platz 5 und 6. Zufrieden sein. Auch wenn sich der ein oder andere mehr ausgerechnet hat. 2018 finden dann die deutschen Meisterschaften beim VfM Bottrop statt. Dreimal Gold – Das ist das Ziel.

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